Research for Rare - Forschung für seltene Erkrankungen

CONNECT-GENERATE - Forschungsverbund für autoimmune Enzephalitiden

Was sind autoimmune Enzephalitiden?

Bei den autoimmunen Enzephalitiden (auch Antikörper-assoziierte autoimmune Enzephalitiden) handelt es sich um selten auftretende Formen von Hirnentzündungen, die vorwiegend die graue Substanz des zentralen Nervensystems betreffen. Diese Erkrankungen führen bei Betroffenen zu epileptischen Anfällen, Bewegungs- und Koordinationsstörungen sowie zu neurokognitiven und psychiatrischen Störungen.

Obwohl es sich um therapierbare Krankheiten handelt, kommt es durch Fehldiagnosen häufig zu einer falschen oder verspäteten Behandlung. Daher besteht noch großer Forschungsbedarf für autoimmune Enzephalitiden, mit dem Ziel einer besseren Patientenversorgung.

Gemeinsame Forschung im CONNECT-GENERATE Verbund

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert seit 2019 den Forschungsverbund CONNECT-GENERATE, der eine Vielzahl an Expertinnen und Experten aus Deutschland vereint. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben bereits in den letzten Jahren im Rahmen des etablierten Deutschen Netzwerks zur Erforschung Autoimmuner Enzephalitiden (GENERATE) einen wichtigen Beitrag zur nationalen Vernetzung von Therapeuten, Forschern und Patienten geleistet. So bietet GENERATE beispielsweise eine Plattform zum Informationsaustausch, ein serverbasiertes Register, pseudonymisierte klinische Daten und Biomaterialien.

Der Forschungsverbund – als Teil des bestehenden Netzwerks – baut auf diesen Strukturen und weiteren Vorarbeiten auf. In verschiedenen Forschungsprojekten verfolgt CONNECT-GENERATE das Ziel, eine Verbesserung in der Diagnose und Behandlung von Menschen mit autoimmunen Enzephalitiden und verwandten Erkrankungen zu erreichen.

Aktuelle Forschungsansätze umfassen Fragestellungen zu genetischen Ursachen, bildgebenden Verfahren, immunologischen Grundlagen und neuronalen Netzwerkmechanismen. Außerdem wird in einer klinischen Studie (GENERATE-BOOST) die Wirksamkeit von Plasmazell-gerichteten Therapeutika untersucht. Die Optimierung und der Ausbau des nationalen Patientenregisters und die strukturierte Vernetzung der nationalen und internationalen Biomaterialbanken sind eine weitere wichtige Aufgabe des Verbunds.

Neue Erkenntnisse im Bereich der Diagnostik und Therapie können möglicherweise modellhaft auch auf andere neuroimmunologische Erkrankungen übertragen werden. Dies umfasst beispielsweise Untergruppen der Multiplen Sklerose oder der Neuromyelitis-optica-Spektrum-Erkrankungen (NMOSD).

Projekte
Kontakt

Koordinator
PD Dr. med. Frank Leypoldt
Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel
Institut für Klinische Chemie und Klinik für Neurologie
Arnold-Heller-Str. 3
24105 Kiel
Tel:. +49 431 50016209
Fax: +49-(0)-431-50016204
E-Mail: Frank.leypoldt@uksh.de
Website: www.generate-net.de/connect-generate.html

Publikationen

Kurzfilm mit Prof. Leypoldt zum Forschungsverbund CONNECT-GENERATE

Website: GENERATE

Weitere Informationen

GENERATE e.V. - Informationen für Betroffene und Angehörige

Download (PDF)

GENERATE e.V. - Informationen über die Mitgliedschaft für Ärzte

Download (PDF)

BMBF Seltene Erkrankungen - Nationale Förderung: CONNECT-GENERATE

Weitere Informationen